Die Gründung der Abteilung

Am 08. Juni 1969 beantragte Fritz August Fischer als Schriftführer des FC Dorndorf mit folgendem Wortlaut die Aufnahme des FC Dorndorf in den Hessischen Tischtennis Verband:

Sehr geehrte Sportkameraden !
In unserem Verein hat sich eine Tischtennisabteilung gebildet. Wir beabsichtigen mit den besten Spielern an der nächsten Verbandsrunde teilzunehmen. Der verantwortliche Abteilungsleiter hat schon mit dem Kreisvorsitzenden Herrn Olschewski aus Staffel dieserhalb gesprochen.
Wir bitten daher um Aufnahme unserer TT Abteilung in den hess. Tischtennisverband und um Ausstellung von Spielerpässen für folgende Spieler.

Alexander Stahl  29.10.1950
Horst Stahl  08.06.1946
Erich Petters  26.05.1947
Hans Georg Hof  17.01.1951
Karl Heinz Schneider  13.07.1950
Werner Löbach  06.04.1943
Heinz Georg Laux  19.09.1950
Alfred Obre  04.09.1942
Mit sportlichen Grüßen
FC Dorndorf
i.A. Fischer



Der erste Abteilungsleiter war Heinz Schmitz, weiteres Gründungsmitglied war Reinhold Immel.Weiterhin gab es neben den oben erwähnten aktiven Spielern noch eine ganze Reihe von Hobbyspielern.

Die Wiege der TT Abteilung stand auf der Bühne im Saalbau Kunz. Aus privaten Mitteln wurden die ersten beiden gebrauchten Platten vom TT-Verein Oberbrechen gekauft. Es gab aber schon bald reges Interesse am Tischtennis, so daß die Platten überbelegt waren. Das führte dazu, dass Bruno Ritschel eine Stoppuhr mitführte und jeden nach 10 Minuten, die er an einer Platte gespielt hatte, zu einer Pause schickte. Dies hatte natürlich auch den Vorteil, dass man sich bei diesen häufigen Pausen mal zu einem Schlückchen an die Theke stellte. Dies brachte den damals trainierenden Damen (Margret Schneider, Elsbeth Göbel, Renate Schönhoff, Edith Kegler, Lidwina Schnee und einige andere) den Titel "Wacholderclub" ein.
Die Bühne war vom Saal an Trainingsabenden nur durch einen Rollladen getrennt. Wenn nun ein Spieler im Eifer des Gefechtes gegen diesen Rollladen rannte, konnte es durchaus vorkommen, daß im Saal übende Radsportler vom Rad fielen oder Sänger des Quartettvereins in falsche Tonlagen rutschten.
Da nun noch zwei weitere Platten angeschafft werden sollten, war es erforderlich, neue Einnahmequellen zu erschließen. So wurde von Reinhold Immel, Alfred Obre, Edwin Schnee und Heinz Schmitz unser traditioneller Preisskat aus der Taufe gehoben, der in den folgenden Jahren bis einschl. 1996 als einer der größten (z.B. 1984 = 161 Mitspieler) und bekanntesten im heimischen Raum angesehen wurde.

Die ersten Jahre

In der ersten Saison 69/70 hatte Dorndorf zwei Seniorenmannschaften gemeldet. In der Saison 71/72 gab es dann die ersten nennenswerten Ergebnisse. Bei den Kreiseinzelmeisterschaften belegte Horst Stahl den fünften Platz, im Doppel errangen Norbert Wüst und Hans Georg Hof Rang drei. Bei den kurz darauf ausgetragenen Bezirksmeisterschaften in Dehrn lieferten sich im Doppel Horst Stahl / Hans Georg Hof gegen das Staffeler Urgestein Emil Schmittdiehl und den späteren Fußballweltmeister Bernd Hölzenbein aus Dehrn ein hochkarätiges Duell, das erst in der Verlängerung des dritten Satzes zu Ungunsten der Dorndorfer Formation entschieden wurde.
Nach zwei Jahren übernahm Alfred Obre die Leitung der Abteilung. Erich Petters richtete einen Aufruf an die Jugendlichen zum Tischtennisspielen und hatte damit großen Erfolg. Schon 1971 konnte die erste Schülermannschaft gemeldet werden. Diese Schüler sorgten später noch für Furore in der Abteilung.
Nach einigen Jahren konnte dann in den ausgebauten Räumlichkeiten über "Klessermanns" Saal trainiert und gespielt werden. Dies hatte den Vorteil, daß sechs Platten aufgestellt werden konnten und damit bessere Bedingungen gegeben waren. Der neue Trainingsraum wurde über die bekannt steile Treppe erreicht, hatte eine geringe Raumhöhe und der Fußboden wurde mit zunehmender Spielzeit immer glatter. Diese Bedingungen waren zwar sehr schwierig, waren andererseits aber von den Gegnern extrem gefürchtet und räumten uns Dorndorfern deshalb einen erheblichen Heimvorteil ein. Aber dann kam der Schock! Über Nacht hatte der Vereinswirt in der Mitte des Raumes eine Mauer gezogen, die Spiel- und Trainingsfläche damit halbiert. In der damals sportlich sehr erfolgreichen Zeit mit einem sehr guten Zuschauerzuspruch verschärfte das die Bedingungen noch mehr, so daß des öfteren Beschwerden der Gegner eingingen. Trotzdem ging es in dieser Zeit recht locker zu, so daß sich immer wieder erwähnenswerte Episoden ereigneten:

Werner Löbach war für einen hohen Verschleiß an Schlägern bekannt. Die Schläger wurden von ihm nach unglücklich verlaufenden Spielen sofort zerschlagen und vor Ort im Mülleimer entsorgt. Kein Vergleich also zu Spielern von heute, die den Schläger schon mal wegwerfen, ihn aber wieder holen.
Alexander Stahl traf bei einem Freundschaftsspiel in Winnen auf ein junges Mädchen, das er mit den Worten: "Maadsche, ich will der mol erkläärn wie dot hei geht. Dot es e Schläger, en met diem hääscht mer ge de Ball, dermett dee off de anner Seit fleit" begrüßte. Alexander wusste nicht, daß es sich um die Rheinland-Meisterin in der Jugend handelte, ahnte dann aber so etwas im Verlauf des Spiels.
Während eines Auswärtsspiels beim TSF Limburg (den Verein gibt's heut nicht mehr) musste der gegnerische Tierarzt Dr Knöppler ein Spiel unterbrechen, weil er zu einer kalbenden Kuh gerufen wurde. Nach einiger Zeit kam er mit blutverschmierter Schürze zurück und sagte: "Ich schenke dot Spill, met der Kou dot dauert länger"
Die erste Mannschaft wurde auch als ARRAS-Mannschaft bezeichnet, denn sie bestand mit Werner Löbach, Horst Stahl und Heinz Georg Laux aus drei Mitarbeitern der Karrosseribau-Firma, ergänzt durch den "nichttechnischen Eisenbahner" Hans Georg Hof.

Der Aufschwung in den 70er Jahren

In der Zeit zwischen 1972 und 1979 kam es zum ersten großen Aufschwung der jungen TT Abteilung im FCD. Höhepunkt war der Aufstieg der ersten Seniorenmannschaft in die Bezirksklasse und die nachfolgende Erringung der Herbstmeisterschaft in dieser Klasse.

Angefangen hatte die Erfolgsserie mit guter Nachwuchsarbeit. 1972 wurde eine Schülermannschaft angemeldet, die es bereits in der ersten Saison zum Meistertitel brachte. Die Mannschaft bestand aus Dietmar Wörsdörfer, Joachim Lahnstein, Wolfgang Staudt, Ewald Schlitt, Jürgen Weber und Frank Immel. Im darauffolgenden Jahr startete der Kern der Mannschaft - verstärkt durch Dieter Schmitz, Jürgen Krämer und Rainer Blank - in der Jugendklasse. Im zweiten Jahr in der Jugend wurde die Mannschaft Vizemeister in der höchsten Jugendklasse, knapp geschlagen vom Rivalen aus Elz.

Zwei Tischtennisfreunde hatten durch ihr Engagement mit zum Erfolg der Mannschaft beigetragen. Zum einen Edwin Schnee, der mit seinem Einsatz auch 3x wöchentlich ein Training ermöglichte, ganz abgesehen von der Betreuung bei Heim- und Auswärtsspielen. Zum anderen Hubert Schlitt, der sich immer als Fahrer und wohlwollender Berater zur Verfügung stellte. Sein wertvollster Rat an seinen Sohn war: "Der Ewald muß im zwote Satz alles klormache!"

In der Saison 75/76 wechselte die Jugendmannschaft in den Seniorenbereich und bildete mit Dieter Schmitz, Ewald Schlitt, Wolfgang Staudt, Dietmar Wörsdörfer, Jürgen Stippler und Norbert Wüst die 1. Mannschaft. Später stieß noch Frank Immel dazu. Prompt wurde die Meisterschaft und der Aufstieg in die Kreisklasse A errungen, in der man sich dann zwei Jahre aufhielt. In der Saison 77/78 wurde dann der Aufstieg in die Bezirksklasse gefeiert. Der Mannschaftsmeldebogen hatte in diesem Jahr folgende Reihenfolge: Schmitz, Schlitt, Staudt, Wüst, Stippler, Immel, Wörsdörfer, Trottmann, Hartmann, Hermansa, Obre, Schnee, Hofmann, Hof, Jung (Jockel), Fischer, Schmitz Heinz, und Immel Reinhold.
In der darauffolgenden Spielzeit kam noch Jürgen Stiefl zur Truppe hinzu. Jedoch zerfiel die erste Mannschaft nach Erringung der Herbstmeisterschaft buchstäblich, da viele durch Wohnortwechsel und ein beginnendes Studium ihre Laufbahn (vorläufig) beendeten.

Sportliche Höhepunkte in dieser Zeit waren die guten Ranglistenergebnisse, insbesondere von Dieter Schmitz, ein ehrenvolles 8:8 in der Sommerpokalrunde gegen den Landesligisten Elz 2, sowie ein Aufeinandertreffen von Ewald Schlitt mit dem damaligen Deutschen Meister Jochen Leiß beim Staffeler Osterturnier.
Unsere Tischtennisabteilung hatte (und hat noch immer) ein ausgezeichnetes Verhältnis zum TTC Werschau. Eines Sonntags war um 9.30 h das Spiel Dorndorf gegen Werschau angesetzt. Um die Freundschaft weiter auszubauen und im Wissen um die etwa gleichwertige Leistungsstärke beschlossen beide Mannschaften spontan, das Spiel nicht auszutragen, sondern direkt um 9.15 h ins Budchen zu gehen, den Ergebnisbogen auszufüllen (8:8 Unentschieden) und die ansonsten zu kurz kommende Geselligkeit zu pflegen. Hier war man sich auch ebenbürtig, was zu einer ausgelassenen Stimmung führte.
Diese Aktion ist heute noch allen Beteiligten in bester Erinnerung, noch im letzten Jahr sagte ein inzwischen etwas älterer Werschauer voller Stolz: "Ich war auch dabei!"
Daneben konnten in diesen Jahren auch Mädchen fürs Tischtennis begeistert werden. Das größte Talent war dabei Martina Staudt, die sich auch in der Jugend der männlichen Konkurrenz stellte. Später wechselte sie in Ermangelung einer Dorndorfer Damenmannschaft nach Niederzeuzheim. Weiterhin waren in dieser Zeit z.B. Anne und Beate Kempf, sowie „Bennersch“ Gaby, Beate und Monika aktiv.

Beachtenswert waren stets die "Thalheimer Einflüsse". Mit Jürgen Stippler, Norbert Wüst, Günter Trottmann, Alfred Hartmann und zuvor Theo und Michael Meilinger verstärkten einige Thalheimer den FCD.

In diesen so erfolgreichen 70er Jahren fungierten Alfred Obre, Edwin Schnee, Hubert Schardt und Wolfgang Staudt als Abteilungsleiter. Alfred Obre ist dabei der bisher einzige Dorndorfer, der auch als Klassenleiter im TT-Kreis Verbandsarbeit leistete.
Apropos Abteilungsleiter: Neben den vorgenannten Personen waren in all den Jahren auch noch Heinz Schmitz, Jürgen Stiefl, Christof Pistor, Hans Georg Hof, Reinhold Stahl und Udo Wengenroth als Abteilungsleiter verantwortlich; zur Zeit führt Andreas Schmitz die Abteilung.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Ende der siebziger Jahre der Umzug des Training – und Spielbetriebes in die neue Mehrzweckhalle erfolgte. Die MZH bietet Platz für bis zu sieben Tische im Trainingsbetrieb und bis zu sechs Tischen beim Wettkampf. Um diese Bedingungen beneiden uns noch heute manche Gegner aus größeren Vereinen.

Die 80er Jahre

Die Erfolge der TT-Abteilung in den siebziger Jahren fanden ein abruptes Ende, als sich mit Dieter Schmitz, Wolfgang Staudt, Ewald Schlitt und Dietmar Wörsdörfer einige der Leistungsträger ihrem jeweiligen Studium zuwandten. Die Folge davon war, dass sich eine spielerisch überforderte Mannschaft in der Bezirksklasse durchschlagen musste. Damit stellte sich der Misserfolg in Form von zwei aufeinanderfolgenden Abstiegen auch prompt ein. Dies veranlasste weitere Spieler zum Rücktritt, so dass Mitte der achtziger Jahre gerade noch eine Mannschaft aufgeboten werden konnte, die auch zum Teil noch unter Personalnot litt.

In dieser Zeit spielte die Mannschaft in der 1. Kreisklasse. Auf sportlichem Gebiet war Jürgen Stiefl in dieser Zeit Seriensieger der Einzelrangliste und stellte zusammen mit Jürgen Stippler dauerhaft das beste Doppel in dieser Klasse.

Christof Pistor wurde kurz nach seinem Eintritt in die Dorndorfer TT-Abteilung schon zum Abteilungsleiter gekürt. Christof ging die Aufgabe des "Wiederaufbaus" mit viel Engagement an und legte mit folgenden Aktivitäten den Grundstein für eine nachfolgend bessere Zeit:

Aufbau einer Jugendarbeit
Reaktivierung "Ehemaliger"
Einführung des TT-Dorfturnieres
In diese "Ära Pistor" fiel auch die legendäre Anschaffung der Ballwurf-Maschine, die Christof etliche anstrengende Diskussionen im Gesamtvorstand kostete. Die Kritik, dass dieses Gerät eh nicht benutzt würde, wird inzwischen - Jahre nach der Anschaffung - durch Steffen Schimke widerlegt, der seine Schüler und Jugendlichen regelmäßig gegen die Maschine spielen läßt.

Gegen Ende der achtziger Jahre wurde im FCD umstrukturiert, die einzelnen Abteilungen bildeten Abteilungsvorstände und hatten damit mehr Eigenverantwortung. Obwohl auch damit eine Entlastung des Abteilungsleiters verbunden war, verabschiedete sich Christof nach sieben Jahren aus dieser Funktion in einer denkwürdigen Abteilungsversammlung, in der er dann - plötzlich und völlig unerwartet für alle - unter Punkt „Verschiedenes“ zurücktrat. Das Amt des Abteilungsleiters übernahm H.G.Hof für zwei Jahre, um danach als stellvertretender Kassierer in den geschäftsführenden Vorstand des Gesamtverein FCD zu wechseln

Die Erfolgsstory der 90er Jahre

Garant für den bisher größten Aufschwung in dieser Abteilung war der neue Abteilungsleiter Reinhold Stahl. Ausschlaggebend für sein Interesse am Tischtennissport war die Teilnahme am Hobby – Dorfturnier und die anschließende Feststellung, dass diese Sportart in der schönen, warmen und trockenen Halle überhaupt nicht zu vergleichen war mit dem Fußball auf dem oft kalten und nassen Sportplatz. Sein Wechsel zum Tischtennis war ein Segen für diese Abteilung, das steht zweifelsfrei fest, ob dieser Wechsel aber nicht gleichzeitig auch ein Segen für die Fußballabteilung war, wurde nie ernsthaft hinterfragt.

Dieser vorgenannte Aufschwung der TT-Abteilung kam im Wesentlichen durch die folgenden Spielerzugänge zustande:
Andreas Schmitz, Christian Bauch Michael Kühn und Andreas Pützer schafften den Sprung von der Jugend in den Seniorenbereich.
Jürgen Weber, Frank Immel, Markus Stiefl fanden den Weg zurück nach Dorndorf
Udo Wengenroth, ein "eingeheirateter Dorndorfer" wechselte von Berzhahn nach Dorndorf
Jürgen Stiefl, Ewald Schlitt und Jürgen Stippler konnten reaktiviert werden.
Reinhold Stahl, Walter Müller, Steffen Schimke, Klaus Dieter Bäcker, Edmund Kaiser, Gundolf Melbaum begannen nach erfolgreichen TT-Dorfturnieren "ernsthaft" Tischtennis zu spielen.
Mit Tanja Hof, Dagmar Pützer, Tatjana Böhm, Simone Höhn und Melanie Gundlach schaffte ein komplettes Mädchen-Team den Sprung in den Seniorenbereich.
Diese Damenmannschaft löste sich Ende der neunziger Jahre auf. Dagmar, Simone und Melanie beendeten ihre Laufbahn; Tanja und Tatjana wechselten nach Oberzeuzheim und sind dort noch heute aktiv.

Die auf diesem Wege gewachsene Abteilung zeichnete sich durch einen erheblichen sportlichen Ehrgeiz, eine intensive Trainingsbeteiligung und eine sehr gute Kameradschaft und Geselligkeit aus. Damit stellte sich auch eine beachtliche Serie von Erfolgen ein, die hier aus Platzgründen nur stichwortartig wiedergegeben werden kann:
Von 1991/92 bis einschl. 1998/99 insgesamt 7 Meisterschaften der mittlerweile auf drei Seniorenmannschaften angewachsenen Abteilung
Meisterschaft und Pokalsieg der Mädchenmannschaft
Insgesamt 9 Aufstiege, darunter sogar einen Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga (immerhin die sechststärkste Klasse von unten)

  • 3x Kreispokalsieg und 2x Bezirkspokalsieg der 2. Mannschaft,
  • 2x Kreispokalsieg und 1x Bezirkspokalsieg der 1. Mannschaft, somit Teilnahme der 1. Mannschaft am Hessenpokal (!)
  • 2x Sommerpokalsieg der 1. Mannschaft
  • 1x Vize-Sommerpokalsieg der 3. Mannschaft

Mit unserem Dorndorfer Spitzenspieler Jürgen Weber stellten wir einen Seriensieger in der Einzelrangliste in Kreisliga, Bezirksklasse und Bezirksliga. Christof Pistor gewann einmal die Rangliste in der 1. Kreisklasse. Jürgen Stippler, Walter Müller, Udo Wengenroth, Frank Immel, Markus Stiefl waren einmal Zweitplatzierte in den jeweiligen Klassen. Tanja Hof holte Gold, Silber und Bronze in der Mädchen bzw. Damenklasse. Steffen Schimke / H.G.Hof gewannen einmal die Doppelrangliste in der 2. Kreisklasse, Jürgen Weber und Alexander Schmitt gewannen in der Bezirksklasse die Doppelrangliste, usw., usw.

Diese Erfolge wurden gebührend gefeiert und machten teilweise übermütig. Es entwickelte sich eine eigene "Feierkultur" mit der Einrichtung des sogenannten "Stellplatzes", den der erfolgloseste Spieler des Abends einnehmen und dafür mehrere Runden ausgeben musste.
Dieses Schicksal konnte einen auch dann treffen, wenn man nur einen Satz verloren hatte. Diese Rituale wurden aber nach mehreren Aufstiegen und der damit verbundenen dünneren Luft wieder zurückgedrängt, da ansonsten ein Sitzplatzangebot erforderlich geworden wäre, vergleichbar nur mit Volumen und Ausmaßen einer Kirchenbank aus dem Mittelschiff unserer Dorfkirche.

Der Spielbetrieb wurde inklusive der Nachwuchsmannschaften zeitweise auf bis zu sieben Teams ausgedehnt. Damit war auch die Kapazitätsgrenze der MZH erreicht. Die Organisation des Spielbetriebs, viele Spielverlegungen aufgrund von Terminengpässen in der Halle ließen hier die Verantwortlichen häufig ins Schwitzen kommen.

Das Nachwuchstraining leitete Steffen Schimke mit tatkräftiger Unterstützung durch Norbert Wüst und Edwin Schnee. Weiterhin fungierte unser Hobbyspieler Hans Heinz Keller als guter Geist der Abteilung, er war offizieller Fan der 1. Mannschaft, teilweise Jugendbetreuer und Kritiker des Abteilungsleiters. Zwischendurch leistete er sich auch einen Abstecher zum Golfsport, aber nachdem er einmal beim Training im heimischen Garten den Golfball bei Munsche Erna durch das Schlafzimmerfenster gedroschen hatte, gab er diese gefährliche Sportart sofort wieder auf.

Eine Anekdote am Rande: Eines schönen Abends in gemütlicher Runde ließ ein Dorndorfer Spieler - er war für seine zurückhaltende und stille Art bekannt - einen Kracher los: "Wenn dat tatsächlich mol so weit komme sollt, dat die Mannschaft ein Match gewinnt und ich als einzicher mei Spill verliere, könnt ihr euch all miteinanner aussuche wat ihr esse und trinke wollt." Es kam natürlich genau so, wie es in einem solchen Fall auch kommen musste:
Sonntagmorgen, Spiel gegen Camberg. Pünktlich zur Mittagszeit hatten wir 8:1 gewonnen und trafen uns danach im Landhaus Christine zum Mittagessen mit anschließendem Umtrunk. Da wir uns den Namen des Camberger Spielers, der diese Glanzleistung vollbracht hatte, schlecht merken konnten, nannten wir ihn von diesem Zeitpunkt an nur noch: "Dem Walter sein Mittagesse"

Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahrzehnt war unser 25jähriges Jubiläum der Abteilung.
Alle aktuellen und ehemaligen Tischtennisspieler waren in die festlich dekorierte Mehrzweckhalle eingeladen, um noch einmal gemeinsam alte Erinnerungen auszutauschen. Der damalige Abteilungsleiter Reinhold Stahl ließ in seinem Festvortrag noch einmal die 25 Jahre Tischtennis in Dorndorf Revue passieren, der Kreiswart nahm Ehrungen verdienter Mitglieder vor, Bürgermeister und der FCD Vorsitzende sprachen Grußworte und überbrachten Glückwünsche. Reinhold Stahl hatte in mühevoller Kleinarbeit und mit akribischer Genauigkeit eine Festschrift verfaßt, deren Inhalte die Grundlagen dieser historischen Aufschreibungen darstellen. Der Schreiber dieser Zeilen ist dankbar für die vielen Passagen, die er hier in diese Chronik - überwiegend satz- und wortgetreu - übernehmen durfte.

Für die Rückrunde der Saison 95/96 konnte die TT-Abteilung den Trainer der in der 2. Bundesliga spielenden Mannschaft des TTC Staffel, den Chinesen Yqing Zang, verpflichten. Herr Zang trainierte von 18.30 h bis 20.00 h mit den Spielern unserer Nachwuchsmannschaften, von 20.00 h bis 21.00 h mit den Senioren. Insbesondere bei den Schülermannschaften hatte er eine enorme Begeisterung ausgelöst. Es hielt sich lange Zeit das Gerücht, wonach Herr Zang dem Hof-Schorsch beim Topspin - Training zuschaute, ihn fragte was er denn da mache, danach nur noch den Kopf schüttelnd die Halle verließ, um sich anschließend nie mehr in Dorndorf blicken zu lassen. Diese Einschätzung der Situation muß jedoch in den Bereich der Fabel verwiesen werden.

Ende der neunziger Jahre wurde in der Abteilung ein neues Kapitel aufgeschlagen, - das Kanufahren. Diese Art der Fortbewegung auf dem Wasser stellte für die meisten Mitlieder der Abteilung kein Problem dar; für andere dagegen ein sehr großes. Wer denn der Meinung war, den Einstieg in ein kleines, schmales Boot könne man in etwa mit dem gleichen Elan angehen, wie beispielsweise das Hinunterstapfen einer Kellertreppe mit einem Zentner Kartoffeln auf dem Buckel, der durfte sich nicht wundern, wenn er sich auf einmal samt Gerät unter der Wasseroberfläche wiederfand. Andere wiederum sahen schon mal ein Unheil kommen, konnten es aber nicht verhindern. Dann gab es einen, der glaubte doch tatsächlich, mit dem Handy könne man auch auf dem Grund des Schleussenkanals noch störungsfrei mit der Freundin weiterplaudern. Aber der unbestritten erfolgreichste Teilnehmer war immer noch derjenige, der in jedem Jahr die Prozedur einer Lahntaufe über sich ergehen lassen musste.
In der Tat, so einen Glücksvogel gab es auch!
War wirklich ne tolle Sache damals, - das mit den Ausflügen!

 

Die Jahre 2000 bis 2003

Anfang des neuen Jahrtausends wurde es wieder etwas ruhiger in der Abteilung. Nach dem Wechsel von Alexander Schmitt zum TTC Dorchheim/Hangenmeilingen konnte das hohe Niveau in der Bezirksliga von unserer 1. Mannschaft nicht gehalten werden und es erfolgte der Abstieg in die Bezirkslasse. In der Saison 2001/2002 schaffte unsere 2. Mannschaft als Vizemeister der 1. Kreisklasse auf dem "Gnadenweg" den Aufstieg in die Kreisliga, da dort wegen Mannschaftsauflösung des TTC Bad Camberg ein weiterer Platz freigeworden war. Aber auch für diese Truppe war die Luft dort oben zu dünn, so dass im gleichen Jahr auch wieder der sofortige Abstieg erfolgte. Unsere 3. Seniorenmannschaft musste wegen einer immer knapper werdenden Spielerdecke leider zurückgezogen werden.

Sehr erfreuliche Dinge waren es aus dem Nachwuchsbereich zu vermelden.
Unsere 1. Jugendmannschaft wurde in der Besetzung Maximilian Blaum, David Hugargowitsch, Sebastian Türk und Alexander Durek in der Saison 2000/2001 Meister in der 1. Jugendkreisklasse und Kreispokalsieger. Maxi gewann in dieser Klasse die Einzelrangliste.
Die Mannschaft stieg auf in die Kreisliga, wurde Vizemeister und der Ranglistengewinner hieß wieder Maximilian Blaum. In der Saison 2002/2003 dann der Höhepunkt dieser Truppe: Kreismeister der Kreisliga, Kreispokalsieger und somit auch Teilnehmer am Hessenpokal der Jugend. Maxi - wie gewohnt Sieger der Einzelrangliste - erkämpfte sich zusammen mit Sebastian auch Platz 1 der Doppelrangliste.
Unsere A-Schüler Christopher Müller, Tobias Simon, Benedikt Wüst, Matthias Jung und Johannes Türk wurden 2001/2002 Meister ihrer Klasse. Im Jahr darauf traten sie in der Jugendklasse an und erreichten dort am Ende Rang sieben. Nach Ende der Vorrunde der laufenden Saison belegen sie Rang 3 und wurden im Dezember 2003 Kreispokalsieger.
Die Truppe unserer B-Schüler mit Lukas Krämer, Frank Wüst, Marcel Jung, Kassim Hackel, Dennis Melbaum sowie Pascal Maxeiner erreichte am Ende der Spielzeit 2001/2002 Platz 5, im Jahr darauf landeten sie auf Rang 7.
Leider konnte im Jahr 2003/2004 keine Schülermannschaft gemeldet werden; dies wird sich aber in der nächsten Spielzeit wieder ändern.

Als Trainer, Betreuer und Ansprechpartner des Nachwuchsbereiches fungiert seit nunmehr weit über zehn Jahren Steffen Schimke. Auch Walter Müller und Norbert Wüst waren zeitweise in diese Jugendarbeit eingebunden. Nach wie vor werden die früheren A-Schüler und heutigen Jugendspieler von Markus Stiefl betreut.

Udo Wengenroth übernahm 2000 die Leitung der Abteilung für 2 Jahre, um danach berufsbedingt ins zweite Glied zurückzutreten und den Weg freizumachen für Andreas Schmitz.

Nach Ende der Vorrunde der laufenden Saison 2003/2004 sieht es in der Abteilung wie folgt aus:
1. Mannschaft Bezirksklasse Nord 2  Platz 8
2. Mannschaft 1. Kreisklasse, Gr. 3 Platz 4
3. Männliche Jugend Kreisklasse Nord  Platz 3

Wie gewohnt führt Jürgen Weber in der Bezirksklasse die Einzelrangliste an, Steffen Schimke liegt in der 1. Kreisklasse mit nur einem Punkt Rückstand auf den führenden Spieler Hirschhäuser aus Runkel auf einem hervorragenden 2. Platz.

Mit dem Abteilungsleiter Andreas Schmitz und seinem Mitstreiter Udo Wengenroth wird die Abteilung im Jahr 2004 im Vorstand des FC Dorndorf vertreten. Weiterhin gehören mit dem Fußballabteilungsleiter Walter Müller und dem stellvertr. Kassierer H.G.Hof zwei weitere Tischtennisspieler diesem Gremium an.

Dankbar sind wir unserem Mitspieler Ewald Schlitt sowie der Firma Ehl + Partner, die uns beide in der Vergangenheit jeweils einmal mit einheitlichen Trikots für alle Mannschaften ausrüsteten.
Gleiches gilt für unser Vereinsmitglied Bernd Görner. Ihm haben wir es aufgrund seiner großzügigen Unterstützung zu verdanken, daß der gesamte Spielerkader mit qualitativ hochwertigen und optisch gut aussehenden Trainingsanzügen ausgestattet werden konnte.

Schlusswort

In den vergangenen Jahren seit der Gründung dieser Abteilung gab es also zahlreiche sportliche Höhen aber auch einige Tiefen. Zeiten mit großen Erfolgen und großem Engagement der Mitglieder wechselten sich ab mit Zeiten, in denen die Fortführung des Spielbetriebes gefährdet war. Im Verlauf der Jahre gab es bei den einzelnen Mannschaften natürlich einen großen personellen Wandel. Dennoch gibt und gab es Aktive, die mehr als 25 Jahre dabei sind oder es waren. Dies sind Edwin Schnee, Alfred Obre, Jürgen Stiefl und Frank Immel; darüber hinaus dürfen sich Ewald Schlitt, Jürgen Stippler und Norbert Wüst sogar eine aktive Abteilungszugehörigkeit von 30 Jahren und mehr ins Stammbuch schreiben lassen.

Somit ist nach rund 35 Jahren Tischtennis in Dorndorf der Schreiber dieser Zeilen - er wird von seinen Kameraden liebevoll "de Oppa" genannt - der einzige, auch heute noch aktive Spieler der damaligen Gründermannschaft. Er rennt noch immer dem etwas größer und damit auch (Gott sei Dank!) ein wenig langsamer gewordenen Zelluloidball hinterhehr und hofft, diese herrliche Sportart im Kreise seiner Mannschaftskameraden noch einige Jährchen ausüben zu können.


Dorndorf, im Januar 2004

  • Andrea Zey Nagelstudio
  • Auto Bach
  • Autozentrale Eichmann
  • Autohaus Lothar Kegler
  • Autohaus Ulrich
  • Autohaus Seifert
  • A. Zimmermann Zweiradhandel
  • Basalt Aktien Gesellschaft
  • Goerner GmbH Stuckateure und Maler
  • Autohaus BMW Wuest
  • Dornburger Betonwerke GmbH
  • Dorfschaenke
  • Dornburg Reisen
  • Edgar Grass Spedition
  • Forstbetrieb Guderjahn
  • Franz IT-Service
  • Herzberg Getraenke GmbH
  • HEUS-Betonwerke
  • Bauunternehmen Klaus Duchmann
  • Kreissparkasse Westerwald
  • Krischke Kuechen
  • Kroener Bedachung GmbH
  • Landmetzgerei Schneider
  • Lorger und Partner GbR
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  • Rees Menges Nagel Rechtsanwaelte
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