Geschichte und Geschichten aus über 80 Jahren FC Dorndorf

Die frühen Jahre des FCD(1921 - 1939)

Ein genaues Gründungsdatum des FC Dorndorf ist leider nicht bekannt. Fest steht lediglich, daß sich im Mai 1921 zwanzig junge Männer trafen, um sich unter dem Namen "Sportverein Blau-Weiß Dorndorf" zum Fußballspielen zusammenzuschließen. Es handelte sich um folgende Männer, deren Familiennamen noch heute vielfach in Dorndorf und im FCD vertreten sind :
Richard Bender, Martin Jung I und II, Rudolf Kappel, Alois Koch, Karl Koch, Richard Koch, Willi Koch, Adolf Kunz, Engelbert Kunz, Richard Scherer, Adolf Schneider, Alois Schneider, Josef Schneider, Josef Stahl, Hugo Stahl, Josef Weyer, Paul Weyer, Richard Wörsdörfer und Willi Wörsdörfer.

Sie trugen damit einer Entwicklung Rechnung, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begonnen hatte, als der Fußballsport von England kommend seinen Siegeszug in Deutschland antrat, wo er sich zunächst in den größeren Städten etablierte, bevor er auch in den ländlichen Gebieten Einzug hielt. Im heimischen Raum wurde die Mehrzahl der heute aktiven Vereine in den Jahren nach dem 1. Weltkrieg gegründet.

Ebenfalls im Jahre 1921 wurde in Dorndorf der Radfahrverein "RV Schwalbe 1921 Dorndorf" gegründet, der bis zum Beginn des 2. Weltkrieges 1939 existierte und der dann im Jahre 1955 in Form der Kunstradsportabteilung im FCD wieder auflebte. Toni Höhn war es damals, der die Begeisterung für den Radsport auch in die Reihen des FC Dorndorf hineintrug.

Die ersten Jahre des Fußballsportvereins Dorndorf liegen weitgehend im Dunkeln. Noch heute lebende Personen, die damals dabei waren, sind nicht bekannt. Viele Informationen, die einmal vorhanden waren, gingen im Verlaufe der Jahre verloren. Eine Presseberichterstattung, wie sie heute üblich ist, gab es zu dieser Zeit noch nicht, und man hatte seinerzeit sicherlich andere Sorgen, als die damaligen Aktivitäten für nachfolgende Generationen zu dokumentieren. Die nachfolgenden Absätze beruhen daher insbesondere auf den bereits zu vergangenen Vereinsjubiläen erstellten Chroniken.

Es darf jedoch als sicher angenommen werden, daß die oben genannten Männer und diejenigen, die sich ihnen in den darauffolgenden Jahren anschlossen, von der übrigen Dorfbevölkerung als ziemliche Exoten angesehen wurden, wenn sie mit brüchigem Schuhwerk, Dachkendeln als Schienbeinschoner und abgeschnittenen Hosen dem - mehr oder weniger - runden Leder nachjagten. Ob diese "Verrückten" nach harter Arbeit auf dem Feld, auf dem Zimmerplatz oder im Steinbruch nichts Besseres zu tun hatten, als in seltsamer Aufmachung einer Lederkugel hinterherzulaufen ? Nicht auszuschließen auch, daß der eine oder andere den Sport auf der grünen Wiese hin und wieder der alltäglichen Plackerei vorzog und selbige lieber anderen überließ.........

Überhaupt wurde der Fußballsport damals unter Voraussetzungen betrieben, die sich der heute Sporttreibende nicht mehr vorstellen mag. Zum einen lag dies an der allgemeinen schwierigen wirtschaftlichen Situation nach dem 1. Weltkrieg, zum anderen auch am Stand der Technik. So standen vereinseigene Duschkabinen zur Reinigung der verschwitzten Körper ebensowenig zur Verfügung wie automatische Waschmaschinen zur Säuberung der mit Schlamm und Grasflecken verzierten Spielkleidung. Eine Flutlichtanlage für einen ganzjährigen Trainingsbetrieb gab es nicht, und auch motorisierte Fahrzeuge zur Anreise bei Auswärtsspielen standen in der Regel nicht zur Verfügung. Auf all diese Dinge mußten die Fußballer des FCD, ebenso wie die Spieler der meisten Nachbarvereine, noch viele Jahre warten.

Der erste Sportplatz befand sich auf einer Wiese am Schlauderberg, Josef Schneider war der 1. Vorsitzende in diesen Gründerjahren. An einen geregelten Trainingsbetrieb war unter den oben genannten Voraussetzungen wahrhaft nicht zu denken. Improvisation war Trumpf. In der ersten Zeit nach der Vereinsgründung wurde Fußball gespielt, ohne daß man in einem Sportverband organisiert war. Später wurde dann der Spielbetrieb in der II. Kreisklasse des Westdeutschen Spielverbandes Bezirk Mittelrhein aufgenommen. Im Jahr 1925 konnte schließlich der erste Erfolg gefeiert werden : der Aufstieg in die 1. Kreisklasse gelang.

Dem Aufstieg folgte dann aber bald ein erstes Tief. Eine Reihe von Spielern hatte dem Verein den Rücken gekehrt und sich der DJK (Deutsche Jugendkraft) angeschlossen, die damals in der Bezirksklasse spielte. 1930 mußte daher der Spielbetrieb beim FCD vorübergehend eingestellt werden. Die Blüte der DJK währte jedoch nicht lange, und 1931 schlossen sich DJK und FCD zum Fußballclub "Schwarz-Weiß" Dorndorf zusammen. Franz Müller wurde zum Vorsitzenden gewählt, nachdem das Amt 1939 zunächst von Richard Scherer übernommen worden war. Der Spielbetrieb wurde in der Gauklasse Westerwald fortgeführt.

 

Saison 1931

1933 wurde diese Mannschaft durch einige Neuzugänge von der DJK Girkenroth verstärkt, den Vereinsvorsitz übernahm nun Josef Lahnstein. Die damalige Zeit war wiederum geprägt von wirtschaftlicher Not und politischen Wirren, die auch das Vereinsleben nicht unbeeinträchtigt ließen. Gleichwohl konnte in dieser Zeit mit der ersten Nachwuchsarbeit begonnen werden und eine Schülermannschaft wurde gegründet.

Auch konnte 1935 unter großen Anstrengungen ein erneuter sportlicher Erfolg in Form des Aufstieges in die 1. Kreisklasse erzielt werden. Um den Klassenerhalt zu gewährleisten, wurde mit einem aus Niederzeuzheim stammenden Trainer namens Zuban erstmals beim FCD ein bezahlter Trainer eingestellt, seine Vergütung betrug 10 Reichsmark monatlich für 3 Trainingsstunden pro Woche. Auch insoweit haben sich die Verhältnisse zwischenzeitlich geändert. Offensichtlich stellte aber dieses Engagement eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung für den Verein dar, denn es erfolgte eine kurzzeitige Sperre durch den Deutschen Fußballbund, weil die Pflichtabgabe in Höhe von 2 Reichsmark jährlich bzw. 5 % der Zuschauereinnahmen nicht entrichtet worden war.

Von Fritz Fischer wurde 1936 zusätzlich eine Turnabteilung gegründet, sodaß unserem Verein insgesamt 47 Mitglieder angehörten.

Nachdem sich das Vereinsleben in den folgenden Jahren zunächst gut entwickelte, wurde diesem durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges in 1939 ein jähes Ende bereitet. Viele der aktiven Spieler wurden in den folgenden Monaten und Jahren zum Kriegsdienst gerufen, und viele von ihnen kehrten niemals zurück. So lag das Vereinsleben bis 1945 danieder.

 

Der Wiederaufbau

Am Ende des 2. Weltkriegs hatte Dorndorf 43 Gefallene und 11 Vermißte zu beklagen, war jedoch selbst von Zerstörungen verschont geblieben. Nachdem die gröbsten Wunden, die der Krieg in die Dorfgemeinschaft gerissen hatte, verkraftet waren und der Blick sich in sämtlichen Lebensbereichen wieder nach vorne richtete, nahm auch der FCD seine Vereinstätigkeit wieder auf.

Die Schwierigkeiten, unter denen der Neuaufbau des FCD erfolgte, standen jenen aus der Zeit seiner Gründung in nichts nach. Die gesamte Wirtschaft lag danieder, und was die bevorstehende Währungsreform bringen würde, war nicht abzusehen. Eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern, darunter auch aktive Fußballspieler, kehrte erst nach und nach aus dem Krieg nach Hause zurück. Etwa 240 Kriegsflüchtlinge galt es im Ort zu integrieren. Hinzu kam, daß von den amerikanischen Besatzungskräften jegliche Vereinstätigkeit kritisch beobachtet wurde und von diesen genehmigt werden mußte. Der Fußballplatz auf den "Oiwern", wo sich noch heute der Rasenplatz befindet, stand nicht zur Verfügung, da er den Heimatvertriebenen als Gartenland zur Verfügung gestellt worden war.

Gleichwohl konnte noch im Jahre 1945 mit Stefan Jung ein neuer Vorsitzender gewählt und der Neuaufbau des Vereins in der Folgezeit zügig und mit ungeheurem Engagement der Beteiligten vorangetrieben werden.

1946 wurde der Spielbetrieb in der B-Klasse Limburg wieder aufgenommen. Die Dorndorfer Mannschaft wurde dabei mit Vincent Svobota von einem Spieler verstärkt, der am Kriegsende als Heimatvertriebener nach Dorndorf gelangt war und aufgrund seiner fußballerischen Fähigkeiten in den nächsten Jahren im heimischen Raum für Furore sorgte. Auf eine Feier anläßlich des in diesem Jahr anstehenden 25-jährigen Vereinsjubiläums wurde verzichtet. Zum Feiern war damals, kurz nach dem Kriegsende, niemanden zumute. Zu deutlich standen allen noch die Schrecken des Krieges vor Augen.

1948 übernahm Alfred Hartenstein für 2 Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden, der später von Hans Pützer abgelöst wurde. 1950wechselte der FCD in den Sportkreis Westerwald über, da die dort bei Auswärtsspielen zu bewältigenden Entfernungen geringer waren und man in einer höheren Klasse spielen konnte. Bereits im 1. Jahr erreichte die erste Mannschaft hinter Westerburg den 2. Tabellenplatz und verpaßte den Aufstieg in die Bezirksklasse damit nur knapp.

Noch immer gingen den Auswärtsspielen des FCD oftmals nicht unerhebliche Fußmärsche voraus, was die Spieler jedoch nicht von ihrem Sport abhalten konnte. Eine Begebenheit aus jenen Jahren mag die Begeisterung verdeutlichen, mit der damals der Fußballsport betrieben wurde. Man hatte sich eines Tages mit einer Guckheimer Mannschaft auf dem dortigen Sportplatz zu einem Kräftemessen verabredet. Als die Spieler nach einem einstündigen Fußmarsch dort ankamen, war jedoch vom Gegner nichts zu sehen. Es konnte jedoch in Erfahrung gebracht werden, daß sich die andere Mannschaft auf der Kirmes in Herschbach vergnügte. Kurzerhand lief man nach Herschbach, holte die Gegner von der Theke weg und das Spiel konnte mit einiger Verspätung doch noch beginnen.

Als schwarzer Tag ging der 5. Mai 1951 in die Vereinsgeschichte ein. Nach einem Sportunfall im Rahmen eines Fußballspiels erlag Hans Pützer im Alter von 29 Jahren seinen Verletzungen. Er war zu diesem Zeitpunkt 1. Vorsitzender, Linksaußen und Spielführer der 1. Mannschaft und hatte am Wiederaufbau des FCD großen Anteil. Herbert Schneider übernahm daraufhin vorübergehend das Amt des 1. Vorsitzenden.

Im August des gleichen Jahres wurde das 30jährige Vereinsjubiläum begangen. Im Rahmen des Festprogramms trugen die 1. Mannschaft und eine Reserve-Mannschaft Spiele gegen den SV Niederwerth aus, eine Alte-Herren-Mannschaft trat gegen den SV Wilsenroth an.

Ein Jahr später mußte der Spielbetrieb wieder in der B-Klasse des Sportkreises Limburg aufgenommen werden, da eine Änderung im Regelwerk des Deutschen Fußballbundes eine Teilnahme am Spielbetrieb in einem auswärtigen Bezirk nicht mehr zuließ. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm 1952 der damalige Dorndorfer Lehrer und spätere Frickhöfer Schulleiter Walter Jung, der 1955 kurzzeitig von Hermann Reichwein abgelöst wurde. Von 1955 bis 1966 versah dann Josef Lieber das Amt des Vereinsvorsitzenden.

 

Kreismeister 1953


Kreismeister 1953

Bereits im ersten Jahr im Sportkreis Limburg gelang der Aufstieg in die A-Klasse, dem jedoch nur ein Jahr später der direkte Wiederabstieg folgte. Die Mannschaft ließ sich jedoch von diesem Rückschlag nicht entmutigen, und wiederum ein Jahr später feierte man erneut den Gewinn der Kreismeisterschaft in der B-Klasse. Hatte man nach dem ersten Aufstieg noch Lehrgeld bezahlen müssen, konnte man sich nun bis 1959 in der A-Klasse halten. Dabei wurden folgende Platzierungen erreicht:

    1956: 13. Platz - 24:36 Punkte

    1957:   9. Platz - 27:33 Punkte

    1958:   7. Platz - 29:31 Punkte

    1959: 16. Platz - 12:48 Punkte

Doch nicht alleine auf dem Sportplatz ging es in diesen Jahren lebhaft zu. So übernahm der FCD in diesen Jahren eine führende Rolle bei der Gestaltung der alljährlichen Fassnacht und dem sonstigen kulturellen Leben im Dorf.

Auch am grünen Tisch ließ man sich nichts vormachen. So fanden zwischen 1954 und 1960 ein gutes Dutzend Sitzungen des Kreis- bzw. Bezirksrechtsausschusses statt, bei denen Dorndorfer Vereinsvertreter in wechselnden Rollen die Reise nach Limburg bzw. Wiesbaden antreten mußten. Mal ging es um Übergriffe Dorndorfer Zuschauer auf gegnerische Spieler, mal waren Dorndorfer Spieler Opfer von Zuschauern anderer Mannschaften gewesen. In anderen Fällen ging es um Tätlichkeiten auf dem Platz, in einem Fall um eine angebliche Spielabsprache mit dem TuS Ahlbach.

 

Ende der 50er



Ende der 50er



Zu Beginn der sechziger Jahre setzte dann eine Entwicklung ein, die bis heute fortgeschritten ist. Gab es nach Kriegsende aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage für sportlich interessierte und talentierte Jugendliche zum Fußball kaum eine Alternative, so war es ab Anfang der sechziger Jahre als Folge des wirtschaftlichen Fortschritts mehr und mehr möglich, auch anderen Interessen nachzugehen. Hinzu kam, daß mehr junge Leute nach Beendigung der Schule aus beruflichen Gründen das Dorf verließen und so dem Fußball verloren gingen. Die Gründung der Bundeswehr tat ein übriges. Es mangelte dem FCD infolgedessen in den nachfolgenden Jahren an dem erforderlichen Nachwuchs. Als dann noch einige der langjährigen Leistungsträger altersbedingt ihre aktive Laufbahn in der 1. Mannschaft beendeten, war der FCD immer weniger in der Lage, sonntags eine vollständige und schlagkräftige Mannschaft zu stellen. An eine Aufstieg aus der B-Klasse war unter diesen Voraussetzungen nicht zu denken.

Da sich die Nachbarvereine in einer ähnlichen Lage befanden, trat man 1969 in Gespräche mit den Fußballern aus Frickhofen, Langendernbach und Thalheim ein. Schließlich wurde man sich mit dem TuS Frickhofen einig, unter dem Namen SG Dornburg eine Spielgemeinschaft für die beiden Senioren- sowie die Jugendmannschaften zu bilden.

Von der Spielgemeinschaft "verschont" blieben die Alt-Herren-Mannschaft. Diese war 1963 gegründet worden und setzte sich zu Beginn im wesentlichen aus den Spielern zusammen, die in den 50er Jahren die fußballerischen Geschicke des FCD bestimmt hatten. Aber auch einige neue Fußballer konnten gewonnen werden. So stand um nur ein Beispiel zu nennen, beim 1. Spiel (gegen eine Mannschaft der Firma Koch, Westerburg) Horst Schneider ("Lisa-Horst") zwischen den Torpfosten.

In der Zeit zwischen dem 2. Weltkrieg und 1971 wuchs der FCD von 36 (Stand 1946) auf 231 Mitglieder an. Nicht nur die sportlichen Aktivitäten, sondern auch der organisatorische Aufwand wurden erheblich erweitert. Der Vereinsvorstand mußte ständig erweitert werden. Satzungen wurden erarbeitet und den jeweiligen Entwicklungen angepaßt. Projekte wie Errichtung eines Trainingsplatzes für die Fußballer, eine Halle für die Radsportler sowie eines Vereinsheimes wurden ab Mitte der sechziger Jahre in Angriff genommen und vorangetrieben, auch wenn bis zu einer Fertigstellung dieser Objekte teilweise noch viele Jahre ins Land gingen. In dem vorstehend beschriebenen Zeitraum war aus einer Gruppe fußballspielender junger Männer ein Verein mit einer gewachsenen Struktur und einer erheblichen Bedeutung für das gesamte Dorfleben entstanden.

Der erneute Neuanfang gestaltete sich zunächst schwierig. Aufgrund der dünnen Personaldecke konnte zunächst nur eine Mannschaft gemeldet werden. Im Jugend-Bereich konnten zunächst nur für die D-, E- und B-Jugend Mannschaften gemeldet werden.


Die Fußballabteilung von `70 bis `76 - Die Zeit der SG Dornburg

Am 18.07.1970 beschloß eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Gründung einer Spielgemeinschaft mit dem TuS Frickhofen. Es wurde ein Spielausschuß gebildet, der aus je 3 Vertretern beider Vereine bestand, ferner ein Jugendausschuß mit je 4 Vereinsvertretern. Richard Krämer, Edwin Schnee und Horst Schönhoff waren die ersten Spielausschußmitglieder des FCD. Die Finanzierung der SG wurde zu gleichen Teilen von beiden Vereinen übernommen. Lediglich die Alten Herren waren von der Spielgemeinschaft nicht umfaßt.

Zwar stand aufgrund der Bildung der Spielgemeinschaft nunmehr ein Spielerkader zur Verfügung, der ausreichte, um 2 Seniorenmannschaften zu stellen. Auch konnte gerade im Jugendbereich der Trainingsbetrieb effektiver gestaltet werden. Die in die Spielgemeinschaft gesetzten Hoffnungen erfüllten sich jedoch gerade bei den Senioren nicht. Während die Reserve noch regelmäßig vordere Plätze belegen konnte, gelang dies der 1. Mannschaft nicht, und der erhoffte Aufstieg in die A-Klasse gelang nicht. Erfolgreicher hingegen war die Spielgemeinschaft im Jugendbereich. Hier konnten einige schöne Erfolge gefeiert werden. Auf Dorndorfer Seite waren hierbei als Trainer insbesondere Rolf-Dieter Ringleb und Manfred Stahl beteiligt.

In den verschiedenen Fußballmannschaften der Jugend sticht sicher der Bezirkspokalsieg der B-Jugend aus dem Jahr 1973 heraus. Hier war eine homogene Truppe unter dem alten Trainerfuchs Herbert Borowka aus Frickhofen entstanden, die in toller Manier jahrein-jahraus Titel auf Titel sammelte. Renommierte Mannschaften wie SV Wehen, SV Wiesbaden und der SC Geisenheim waren zu Gast, und die Auswärtsspiele glichen einer wahren Völkerwanderung, denn viele Fans der B-Jugend wollten sich natürlich diese tollen Spiele nicht entgehen lassen.

Umso größer war die Freude, als dann im entscheidenden letzten Spiel tatsächlich der SC Geisenheim besiegt werden konnte und die SG Dornburg den Bezirkspokal geholt hatte.

Die Dorndorfer Spieler waren damals Johannes Lahnstein, Klaus-Dieter Lixenfeld, Reinhold Stahl und (noch als C-Jugendlicher) Joachim Lahnstein als Ersatzspieler.

Nachdem sich die mit der Bildung der Spielgemeinschaft verbundenen Hoffnungen über fünf Jahre hinweg nicht erfüllten, kam es vermehrt zu Streitigkeiten zwischen den beiden Vereinen, aber auch zwischen den "Machern" der Spielgemeinschaft und ihrem Verein. Mal sorgten finanzielle Fragen für Streit, mal fiel es schwer, sich auf einen Austragungsortfür die Heimspiele zu einigen. Im Mai 1976 beschloß man dann die Auflösung der Spielgemeinschaft.

Besser erging es in jener Zeit den Alten Herren des FCD. Überhaupt sind die späten sechziger und frühen siebziger Jahre wohl als Blütezeit der Alten Herren des FCD zu bezeichnen. Regelmäßig wurden Turniere besucht und ausgerichtet. Renommierte Gegner konnten für Freundschaftsspiele gewonnen werden. So traten die Traditionsmannschaften von Eintracht Frankfurt, 1. FC Köln und Kickers Offenbach auf dem Dorndorfer Waldsportplatz an. Hervorzuheben ist hierbei die Partie gegen die Frankfurter Eintracht im Jahre 1973, die dank dreier Treffer von Friedhelm Kegler mit 3:2 besiegt werden konnte. Neben anderen war insbesondere Lothar Stahl für diese schöne und erfolgreiche Zeit der Alten Herren verantwortlich.

Zum 25. Geburtstag im Jahr 1988 hatte die AH-Mannschaft folgendes Bild


Hintere Reihe von links : Albrecht Menges, Hans-Peter Weckbecker, Detlev Kramer, Heinz Schrade, Wolfgang Stahl, Manfred Kunz, Hans-Joachim Jung, Karl Kempf, Rudi Schneider
Vordere Reihe von links : Johannes Lahnstein, Leander Pistor, Peter Hof, Manfred Stahl, Norbert Hirschfeld, Hans-Josef Theis, Reinhold Stahl.
Nicht im Bild :Horst-Walter Kempf

1976 waren dann die Alten Herren Leidtragende der Auflösung der SG Dornburg. Da die Spielerdecke beim FCD in jener Zeit dünn war, mußten viele Spieler, die bereits einige Jahre bei den Alten Herren aktiv gewesen waren, immer wieder in der 1. Mannschaft die Schuhe schnüren. Zu nennen sind hier beispielsweise Albrecht Menges, Rudi Schneider und Manfred Stahl.

 

Die Zeit von 1976 bis heute

Als erster Trainer nach der Auflösung der SG Dornburg fungierte Bernd Phillipp aus Villmar. Die junge Dorndorfer Mannschaft mußte in den ersten Jahren viel Lehrgeld bezahlen und verließ den Platz öfters als Verlierer denn als Sieger. Dennoch : hoffnungsvolle Talente wie Klaus Kempf oder Joachim Lahnstein füllten als A-Jugendliche den Kader auf, sodaß mit dem Beginn der achtziger Jahre ein Aufschwung einsetzte. Jupp Theis übernahm in dieser Zeit das Traineramt und spielte selbst noch lange als Libero in der ersten Mannschaft mit. So gelang unter seiner Führung die Qualifikation für die eingleisige B-Liga.

 

Die erste Mannschaft des FCD in der Saison 81/82


Hintere Reihe von links : Karl Kempf, Joachim Lahnstein, Reinhold Stahl, Hans-Peter Weckbecker, Johannes Lahnstein, Detlev Kramer, Klaus-Dieter Lixenfeld, 1. Vors. Peter Koch, Helmut Stahl (Betreuer)

Vordere Reihe von links : Theo Krämer, Jürgen Krämer, Hans-Josef Theis, Hans-Jörg Hofmann, Markus Kegler, Hans-Joachim Jung, Wolfgang Stahl

Das Tor hütete zunächst Alexander "Lupo"; Stahl, der an einem guten Tag in der Lage war, eine komplette Sturmreihe zur Verzweiflung zu bringen. Bei einem Spiel in Eschhofen, in dem "Lupo" mehrere "Unhaltbare" pariert hatte,rang sich sogar der heimische Trainer zu der Bemerkung durch : "De hot doch bestimmt schu hehern Klasse gespillt&" Die Antwort von den Dorndorfern Fußballern war natürlich klar : "Na, de hält immer so!"

Bereits mit 18 Jahren avancierte Joachim Lahnstein zum Goalgetter des FCD.Ausgestattet mit einer "linken Klebe" lehrte er über viele Jahre den gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten und dürfte wohl noch heute der erfolgreichste Torschütze des FCD sein.

Unzählige Male konnte er als Torschützenkönig die Saison abschließen, bis auch er sich langsam in die Abwehr zurückzog, aber noch als Libero über das 40. Lebensjahr hinaus Stammspieler in der ersten Mannschaft war.

Ähnliche Karrieren legten aber auch noch andere Spieler hin. Sein Brüder Johannes und Christoph hatten ähnliches Standvermögen und helfen noch heute hin und wieder in der zweiten Mannschaft aus. Hans-Joachim Jung als gute Seele der zweiten Mannschaft hat ebenfalls eine Menge Spiele auf dem Buckel, genauso wie die etwas jüngeren Jahrgänge Markus Kegler, Detlev Kramer, Wolfgang Stahl, Jürgen Krämer, Theo Krämer. Auch Kapitän Karli Kempf schnürte lange die Fußballschuhe für den FCD und hing dieselben erst Mitte der 80 er Jahre an den Nagel.

Auch tolle Erfolge im Kreispokal gegen viele höherklassige Mannschaften fallen in diese Zeit. In 1983 stießen die Fußballer sogar bis in das Halbfinale vor, mußten dann aber gegen die ranghöhere Mannschaft der SG Selters die Segel streichen.

Bereits in 1980 konnte der FCD eine zweite Mannschaft melden.
Fünf Jahre später dann die Ernüchterung : die 1. Mannschaft mußte in die C-Liga (später B-Liga) absteigen.
Aber ab dieser Zeit ging es stetig bergauf :Mit dem erstmaligen Gewinn des Dornburg-Pokals unter dem Trainer und Torwart Wolfgang Blaum in 1986 wurde quasi der Aufschwung eingeleitet. Sein NachfolgerAlfred Zips formierte u.a. mit dem aus der Steinbacher A-Jugend hervorgegangenen Markus Weyer eine ehrgeizige Mannschaft, die trotz einer deutlich verbesserten Spielkultur nicht den großen Wurf, nämlich den Aufstieg in die A-Klasse, schaffte. Dies war aber dann seinem Nachfolger Lothar Stockmann beschieden, der als Spielertrainer einen offensiven Stil pflegte und auch bald dafür belohnt wurde. Mit Rolf Schneider, Jürgen Eis, Thorsten Kilian, Michael Stahl, Klaus Ortseifen, Stefan Jung, Reiner Schneider, Theo Krämer, Michael Schneider, Christoph Lahnstein und Spielmacher Markus Weyer konnte er eine spielerisch überragende Truppe aufbieten, die von Joachim Lahnstein und dem Thalheimer Holger Benten als Abwehrrecken optimal unterstützt wurde. So erklang 1991 erstmals in Dorndorf seit den 50 er Jahren wieder die Aufstiegshymne. Die anschließenden Feierlichkeiten in unserem alten Sportheim bleiben sicher für Spieler und Fans in bester Erinnerung. Aber auch die zweite Mannschaft spielte überaus erfolgreich. Sie wurde bereits in der Saison 1987/88 Meister der Reserverunde und konnte immer wieder auch junge Spieler an die 1. Mannschaft heranführen.

 

2.Mannschaft: Meister der Reserverunde 1987/88

1.Mannschaft: Aufstieg in die A-Klasse 1991

In all den Jahren hat sich besonders einer in der Fußballabteilung hervorgetan, ohne den diese Leistungen nicht möglich gewesen wären.Hans-Peter Weckbecker war bereits in den siebziger Jahren im Spielausschuß tätig, spielte dann noch einige Jahre als zuverlässiger Libero in der 1. Mannschaft und war bis 2002 Abteilungsleiter Fußball. Unter seiner Regie wurde auch in 1986 das neue Flutlicht auf dem Hartplatz installiert bzw. der Hartplatz neben der Mehrzweckhalle Zug um Zug als Spielfeld und Ausgleichsplatz für den Rasenplatz geschaffen.

Zusammen mit seinem Stellvertreter "Jockel" Jung bildete er ein unschlagbares Team. Die beiden können ohne Übertreibung als die guten Geister der Seniorenfußballer bezeichnet werden.

In 1993 übernahm dann Elmar Blohm das Zepter bei den Fußballern.

Er baute eine Mannschaft aus jungen und älteren Spielern auf und war selbst kämpferisches Vorbild und genau der richtige Mann am richtigen Ort. Durch seine kompetente, ehrliche und zuverlässige Art formte er eine Mannschaft, die im Mai 1997 den größten Erfolg in der FCD-Fußballgeschichte feiern konnte : den Aufstieg in die Bezirksliga Limburg.

Zur Mannschaft hinzugestoßen waren inzwischen hoffnungsvolle Talente wie Armin Stähler, Bernhard Stahl, Ralf Schneider, Michael Kunz, Andreas Pützer, Ramazan Baylan, Heimkehrer Thomas Fuhs (vom TuS Frickhofen) sowie Dauerbrenner Christoph Lahnstein. Die Mannschaft hatte in der Vorsaison noch den 13. Tabellenplatz belegt und war nun, nur unwesentlich verändert, Meister geworden !

Unbeschreiblicher Jubel brandete beim Schlußpfiff des letzten Saisonspiels auf. Die anschließenden Feiern sind bis heute sicherlich noch jedem in Erinnerung, und die Fahrt der Fußballer durch das Dorf mit der Besteigung des "Römers" bei "Plästräsch" und der tollen Feier im Saalbau Kunz waren sicherlich ein Highlight in der Vereinsgeschichte. Sogar die 3 damaligen Bürgermeisterkandidaten machten ihre Aufwartung und gratulierten zum Aufstieg. Eine ausgelassene Stimmung, gepaart mit einem frischen Unterhaltungsprogramm, war Garant für eine lange Nacht.....

Die Spielerfrauen hatten extra für diesen Abend ein Lied einstudiert, eine Elzer Tanzgruppe zauberte "Fire on Ice" auf die Bühne und der "Basaltbolzer"(Johannes Lahnstein) sorgte mit seiner gewohnt karnevalistischen Art für den Höhepunkt der Feier, bei der so manche Freudenträne floß und die getrost als Geburtsstunde von "Dornef äs schee" angesehen werden kann.

Mithin : das ganze Dorf feierte und freute sich mit den Fußballern und den Fans.

 

1.Mannschaft: Meister 1997 - Aufstieg in die Bezirksliga

Hintere Reihe von links : Hans-Joachim Jung (Betreuer), Markus Weyer, Spielertrainer Elmar Blohm, Ralf Schneider, Armin Stähler, Michael Stahl, Christoph Lahnstein, Thomas Fuhns, Hans-Peter Weckbecker, Erich Petters (Betreuer), Stefan Jung

Vordere Reihe von links :Joachim Lahnstein, Michael Schneider, Andreas Pützer, Rainer Schneider, Michael Kunz, Thorsten Kilian, Bernhard Stahl, Jürgen Eis.

Leider erwies sich die Bezirksliga, trotz namhafter Zugänge wie Markus Zey und Christian Schoska, als zu stark für unsere Mannschaft, und so folgte der direkte Wiederabstieg. Doch die Mannschaft hatte Substanz. Was kaum einer gedacht hatte, trat ein :unter ihrem Trainer Frank Weimer gelang es, als Zweiter der A-Liga in 1999 erneut in die Bezirksliga aufzusteigen. Aber auch dieses Mal mußte die Mannschaft den hohen Anforderungen Tribut zollen und mußte nach nur einem Jahr wieder in die A-Liga zurück.

Es folgten 3 Jahre, in denen die Fußballer weniger erfolgreich waren und ein Schattendasein in der A-Liga führten. Jürgen Notthoff (Dorchheim) war als Spielertrainer zum FCD gestoßen, konnte aber schon bald wegen einer schweren Verletzung selbst nicht mehr mitwirken. Auch konnte in dieser Zeit konnte teilweise innerhalb der JSG Dornburg keine A-Jugend gestellt werden, sodaß trotz einer guten Jugendarbeit nur wenige Fußballer den Sprung in die erste Mannschaft schafften. Als dann in der Saison 2001/2002 das Damoklesschwert des Abstiegs über den Fußballern hing, sollte Elmar Blohm noch einmal in der Rückrunde den Abstieg vermeiden. Doch es sollte nicht sein :viele Verletzte, das berühmte fehlende Quentchen Glück, aber sicher auch die fehlende spielerische Linie führten zum Abstieg in die B-Liga.Doch das Bild änderte sich bald. Christian Kegler, Tobias Hof, Sebastian Pistor, Marco Jung, Johannes Müller, Alexander Schnee, Dennis Theis, Alexander Fürst, Andreas Munsch sowie Björn Hilbert und Necmettin Öner stießen zur Mannschaft hinzu bzw. hatten ihre ersten zwei schwierigen Jahre hinter sich, sodaß die Hoffnung auf einen Platz unter den ersten Drei durchaus gegeben war.

Aber erst ein Jahr später, in der Saison 2003/2004, scheint die Mannschaft das Format zum Meister zu haben. Durch Bemühungen unserer Sponsoren Heike und Dietmar Kegler konnten Andreas Leptien (Eisbachtaler Sportfreunde) und Marcel Demare (TuS Ahlbach) nach Dorndorf geholt werden und sind direkt zu Leistungsträgern und Spielgestaltern geworden. Aktuell führt unsere Mannschaft mit großem Vorsprung die Tabelle an und steht mit dem mit Abstand besten Torverhältnis dicht vor der Meisterschaft. Mit dem neuen Trainer Klaus Metternich (Steinefrenz) wurde gleichzeitig ein ehrgeiziger Mann auf die Kommandobrücke geholt. Seine akribische und fordernde Art hat sich bereits jetzt ausgezahlt, auch wenn das eine oder andere Mal über die Anzahl der Trainingseinheiten gemurrt wird. Doch so ist es nun mal im Fußball :wenn der Erfolg da ist, nimmt man so was gerne in Kauf !

Seit der Saison 2002/2003 führt nun Walter Müller die Fußballabteilung. Dem Vorstand war es gelungen, Walter der Abteilung Tischtennis "abspenstig" zu machen, obwohl er auch dort noch tatkräftig mitspielt und eifrig Punkte sammelt. Er ist sicherlich ein würdiger Nachfolger für Pit Weckbecker, und seine engagierte und kompetente Art ist mit ein Erfolgsgarant für die Seniorenfußballer. Sein Stellvertreter Leander Pistor, selbst 10 Jahre lang Jugendleiter des FCD, steht ihm dabei in nichts nach.Die beiden sind ein harmonisches Team und leisten vorzügliche Arbeit für die Mannschaften.

Unsere Sponsoren
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