Verbandsliga Mitte FC Dorndorf - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 2:2 (0:1)

Pressebericht
Von Joachim Lahnstein

Flutlichtspiele sind oft etwas Besonderes. Vor annähernd 300 Zuschauern boten die 23 Akteure nämlich beste Verbandsligakost, garniert mit temporeichem Spiel, einer gesunden Portion Härte und einem spannenden Spielverlauf. Die Schiedsrichterin aus dem Waldeck-Frankenbergischen passte sich dazu nahtlos den Leistungen der Fußballer an, und am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden zu Buche.
Doch der Reihe nach. Die Teutonia trat von Anfang an wie eine echte Spitzenmannschaft auf und erspielte sich eine leichte Feldüberlegenheit. Die Mannen von Willy Behr mussten gezwungenermaßen auf ihren oft gezeigten Hurra-Stil verzichten und legten erst einmal den Focus auf Torverhinderung. Das gelang aber nur bis zur 22. Minute, denn dann wurde der baumlange Szymanski auf halbrechts schön freigespielt. Sein trockener Schuss in die lange Ecke war für FCD-Keeper Kesseler nicht zu halten. Auf der anderen Seite machten Moritz Steul und David Röhrig den Abwehrrecken der Teutonia das Leben schwer, ohne zum Torerfolg zu kommen. Nach einer guten halben Stunde fiel dann plötzlich das Flutlicht aus. Schiedsrichterin Johanna Ochs und die Teams verständigten sich darauf, die Halbzeitpause vorzuziehen. Als das Licht wieder anging, ging auch der Behr-Elf ein Licht auf. Sie setzte fortan die Gäste enorm unter Druck und zeigte, dass sie heute nicht gewillt war, ohne Punkte zu bleiben. Kilic Görgülü und Manuel Groß erwiesen sich als Turm in der Schlacht, und angefeuert von den begeisterten Zuschauern aus dem FCD-Lager nahmen die Schwarz-Weißen das Heft in die Hand. Dass der Foulelfmeter, den David Röhrig sich in der 55. Minute erarbeitete, ein sog. Kann-Elfmeter war, war schnell vergessen, denn Kapitän Kilic Görgülü behielt die Nerven und netzte cool ein. Weiter ging es hüben wie drüben mit aggressivem und schnellem Spiel, die Akteure schenkten sich keinen Millimeter Boden. Jetzt war der FCD am Drücker, und als David Röhrig sich schön auf rechts durchgesetzt hatte und Keeper Wagner bei seinem Schuss mit dem etwas schwächeren rechten Fuß ins kurze Eck überwand, hätte die Sensation beinahe ihren Lauf genommen (70.). Die Teutonia schlug aber nur zwei Minuten gnadenlos zurück und zeigte einmal mehr ihre Klasse bei Standards. Von halbrechts segelte ein Freistoß auf den Elfmeterpunkt, und trotz Manndeckung konnte Patrick Neubert per Kopf zum Ausgleich einnicken (72.). Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. In der 77. Minute hatten die einheimischen Anhänger erneut den Torschrei auf den Lippen, als Moritz Steul unmittelbar vor der Torlinie zum Schuss ansetzte. Ein aufmerksamer Gästespieler hatte etwas dagegen und spitzelte das Leder zur Ecke weg. Jetzt waren beide Teams mit der Punkteteilung zufrieden, aber der FCD musste trotzdem noch einmal gehörig durchatmen. Wieder war es ein Freistoß, dieses Mal aus halblinks, der in der Nachspielzeit für Aufregung sorgte. Der gute FCD-Keeper Kesseler hatte den Ball schon in Händen, ließ ihn aber im Fünfmeterraum wieder fallen. Gestochere um den Ball, ein nicht gesehenes Handspiel eines Gästespielers und wilde Zuschauerproteste folgten, doch zum Glück fand das Leder nicht den Weg ins Tor. Fazit : ein sehenswertes Spiel auf hohem Niveau, das die Elf aus Dorndorf erneut in ihrem Glauben  bestärkte, in dieser Klasse mithalten zu können. Solange die Mannschaft ohne große Verletzungssorgen bleibt und sich auch weiterhin als eine solch eingeschworene Einheit präsentiert, braucht beim FCD keinem bange zu sein, das Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ nicht zu erreichen.

FC Dorndorf  :
Kesseler, M. Groß, Chr. Groß, Kröner, Kurihara, Röhrig, Steul, Görgülü, Kim, Neugebauer, Kim

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg :
Wagner, Bodnar, Golafra, Schmandt, Weinecker, Neubert, Sidon, Ouattara, Joerg, Simon, Szymanski

    
Tore :  0:1 Szymanski (22.), 1:1 Görgülü (55., FE), 2:1 Röhrig (70.), 2:2 Neubert (72.)

    
Schiedsrichter : Johanna Ochs (Gemünden)
Zuschauer : 270

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